Kennst du das? Du sitzt an deinem Schreibtisch, die To-do-Liste wächst, und irgendwie fehlt dir die richtige Motivation, um alles zu erledigen? Oder fühlst du dich vielleicht im Job oft unter Druck gesetzt, weil ständig neue Herausforderungen auf dich zukommen? Dann ist es Zeit, dich mit den beiden Motivationsfaktoren auseinanderzusetzen: «auf etwas zu» und «von etwas fort». Diese beiden Ansätze erklären, wie du und andere motiviert werden und helfen dir, sowohl deine eigene Arbeitsweise als auch die deines Teams besser zu verstehen.
Menschen, die „auf etwas zu“ orientiert sind, brauchen ein klares Ziel vor Augen. Sie lieben es, auf ein bestimmtes Ergebnis hinzuarbeiten und können in der Regel gut Prioritäten setzen. Diese Personen haben eine starke innere Motivation, etwas zu erreichen. Das klingt ideal, oder? Doch Vorsicht: „Auf etwas zu“-orientierte Menschen können Schwierigkeiten haben, Probleme frühzeitig zu erkennen. Sie wirken manchmal sogar naiv, weil sie so stark auf ihr Ziel fokussiert sind. Hast du also kein konkretes Ziel, an dem du arbeiten kannst, könnte es sein, dass du dich hilflos oder planlos fühlst.
Auf der anderen Seite gibt es die „von etwas fort“-orientierten Menschen. Sie sind motiviert, wenn sie Probleme lösen können. Wenn in einem Projekt plötzlich Schwierigkeiten auftauchen, sind sie die ersten, die reagieren und Lösungen finden. Perfekt für Krisenmanagement, oder? Doch auch hier gibt es eine Kehrseite: Sobald ein Problem gelöst ist, fühlen sich diese Personen oft verloren und wissen nicht, wie sie weitermachen sollen. Ziele an sich motivieren sie nicht so stark wie das Vermeiden von Fehlern oder Problemen.
Vielleicht fragst du dich jetzt, welcher Motivationsfaktor dich antreibt. Hier ein kleiner Test: Denke an deinen letzten Jobwechsel. Warum hast du gekündigt? Wenn deine Antwort eher in Richtung „Ich habe neue Chancen gesehen“ oder „Ich wollte mich weiterentwickeln“ geht, bist du wahrscheinlich „auf etwas zu“-orientiert. Hast du jedoch eher gedacht: „Ich konnte mich nicht mehr weiterentwickeln“ oder „Ich kam mit meinem Chef nicht zurecht“, dann bist du vermutlich „von etwas fort“ motiviert.
Als Assistentin hast du oft mit vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen zu tun. Je nachdem, welcher Motivationsfaktor bei dir überwiegt, kannst du deine Arbeit und die Zusammenarbeit im Team besser gestalten. Wenn du „auf etwas zu“ orientiert bist, liebst du es, Projekte zu planen und zu strukturieren. Ziele und Visionen treiben dich an. Doch achte darauf, auch Probleme rechtzeitig zu erkennen, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten.
Bist du eher „von etwas fort“ motiviert, hast du ein Auge fürs Detail und erkennst sofort, wo etwas schieflaufen könnte. Du bist wahrscheinlich diejenige im Team, die Fehler findet und Krisen managt. Doch du solltest darauf achten, auch langfristige Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.
Dieses Verständnis kannst du nicht nur für dich selbst nutzen, sondern auch für dein Team. Wenn du zum Beispiel einen Kollegen hast, der stark „von etwas fort“ motiviert ist, kannst du ihn bei der Problemlösung einbinden. Er wird dir dabei helfen, Fehler zu vermeiden und Projekte zu optimieren. Ein „auf etwas zu“-orientierter Kollege hingegen wird dir helfen, kreative Lösungen zu finden und neue Projekte voranzutreiben.
Ob du „auf etwas zu“ oder „von etwas fort“ motiviert bist, spielt eine grosse Rolle für deinen Arbeitsalltag. Wenn du deine Motivation verstehst, kannst du effizienter arbeiten und auch die Zusammenarbeit mit deinen Kollegen verbessern. Egal, ob du Ziele erreichen oder Probleme lösen möchtest – beides ist wertvoll. Nutze dieses Wissen, um deinen Job noch besser zu machen.
Du möchtest tiefer in das Thema einsteigen? Dann hör dir unbedingt die neueste Podcast-Folge an und erfahre noch mehr darüber, wie du deine Motivationsstrategien gezielt einsetzen kannst!
Deine Isabel
Coach und Mentor für Assistenzen