Will ich noch Assistenz sein? Wie du Zweifel im Assistenzjob richtig einordnest
Will ich noch Assistenz sein?
Wenn du dir diese Frage stellst, dann passiert meistens sofort etwas in dir. Ein schlechtes Gewissen. Ein inneres Relativieren. Ein «Eigentlich ist es ja gar nicht so schlimm».
Und genau hier beginnt das eigentliche Thema.
Will ich noch Assistenz sein? Wie du Zweifel im Assistenzjob richtig einordnest
Will ich noch Assistenz sein?
Wenn du dir diese Frage stellst, dann passiert meistens sofort etwas in dir. Ein schlechtes Gewissen. Ein inneres Relativieren. Ein «Eigentlich ist es ja gar nicht so schlimm».
Und genau hier beginnt das eigentliche Thema.
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Zweifel im Assistenzjob sind kein Zeichen von Schwäche
In der Assistenz wird viel erwartet. Loyalität. Belastbarkeit. Mitdenken. Funktionieren. Als Executive Assistant oder Office Managerin sorgst du dafür, dass Kommunikation im Office läuft, Termine stehen, Prioritäten klar sind und produktiv gearbeitet werden kann.
Du bist strukturiert, reflektiert und oft extrem leistungsbereit.
Wenn dann Zweifel auftauchen, fühlt sich das fast falsch an. Als wärst du undankbar. Als würdest du nicht genug leisten.
Doch Zweifel bedeuten nicht, dass du ungeeignet bist. Sie bedeuten, dass du dich entwickelst.
Gerade im Bereich Selbstmanagement und berufliche Weiterentwicklung ist Reflexion zentral. Und genau das tust du, wenn du dich fragst, ob deine aktuelle Rolle noch zu dir passt.
Die eigentliche Frage hinter deinen Zweifeln
Die Frage «Will ich noch Assistenz sein?» ist sehr gross. Sie klingt nach alles oder nichts.
Bleiben oder gehen. Karrierewechsel oder Durchhalten.
In den meisten Fällen geht es jedoch nicht um den Beruf Assistenz an sich. Es geht um die konkreten Rahmenbedingungen.
Die hilfreichere Frage lautet:
Was genau fühlt sich für mich nicht mehr stimmig an?
Ist es die Führung?
Ist es fehlende Anerkennung?
Ist es mangelnde berufliche Weiterentwicklung?
Ist es die Art der Kommunikation im Office?
Ist es eine Unternehmenskultur, die nicht mehr zu deinen Werten passt?
Diese Differenzierung ist entscheidend, wenn du deinen Berufserfolg als Assistenz aktiv gestalten willst.
Drei typische Auslöser für Zweifel als Executive Assistant
In meiner Arbeit mit Assistenzen zeigen sich immer wieder drei zentrale Bereiche.
1. Erschöpfung trotz hoher Produktivität
Dein Kalender ist voll. Deine To do Liste ebenso. Du arbeitest effizient, priorisierst sauber und organisierst professionell.
Und trotzdem fühlst du dich leer.
Hier liegt das Problem selten im Assistenzberuf selbst. Meist geht es um fehlende Abgrenzung, zu hohe Verantwortung ohne klaren Rahmen oder dauerhaftes Funktionieren ohne echte Erholung.
Gutes Selbstmanagement bedeutet auch, deine eigenen Ressourcen ernst zu nehmen.
2. Fehlende Entwicklung und innerer Stillstand
Du bist beschäftigt, aber nicht erfüllt. Die Aufgaben wiederholen sich. Die hundertste Sitzung. Die gleiche Art von Terminverschiebung. Die immer gleichen Probleme.
Du entwickelst dich weiter, doch deine Rolle bleibt stehen.
Gerade ambitionierte Assistenzen wollen lernen, Verantwortung übernehmen und strategischer arbeiten. Wenn dieser Raum fehlt, entsteht Frustration.
Berufliche Weiterentwicklung ist kein Luxus für Executive Assistants. Sie ist essenziell für langfristige Motivation.
3. Wertebruch und fehlender Respekt
Manchmal verändert sich etwas Grundlegendes. Eine neue Führung. Eine Entscheidung, die nicht zu deinen Werten passt. Fehlende Einbindung bei Reorganisationen. Grenzüberschreitungen in der Zusammenarbeit.
Hier geht es nicht mehr um Optimierung von Prozessen oder Zeitmanagement. Hier geht es um Selbstachtung.
Wenn deine Werte dauerhaft verletzt werden, entsteht innerer Widerstand. Und dieser Widerstand ist ernst zu nehmen.
Du darfst deine Assistenzrolle definieren
Ein weit verbreiteter Satz lautet: «Das gehört halt zur Assistenz dazu.»
Nein.
Die Assistenzrolle ist unglaublich vielseitig. Je nach Branche, Unternehmen und Führung ist sie komplett unterschiedlich ausgestaltet.
Das bedeutet auch: Du hast Spielraum.
Du kannst definieren, wie du als Assistenz arbeiten willst. Welche Aufgaben du übernehmen möchtest. In welchem Umfeld du produktiv arbeiten kannst. Welche Form von Kommunikation im Office du brauchst. Und wie sich deine Karriere als Assistenz entwickeln darf.
Selbstführung heisst nicht, alles hinzunehmen. Selbstführung heisst, bewusst zu gestalten.
Klarheit statt vorschneller Entscheidung
Wenn du dich fragst, ob du noch Assistenz sein willst, brauchst du keine Schnellentscheidung.
Du brauchst Ehrlichkeit.
Nimm dir Zeit. Schreib auf, was dich konkret stört. Prüfe, ob es um Erschöpfung, fehlende Entwicklung oder einen Wertebruch geht. Hör auf, dir einzureden, dass alles halt so ist.
Manchmal ist diese Frage nicht das Ende deiner Rolle als Executive Assistant.
Vielleicht ist sie der Anfang davon, deine Assistenzkarriere neu auszurichten. Bewusster. Klarer. Stärker.
In der Podcast-Folge #73 spreche ich genau darüber, wie du deine Zweifel richtig einordnest und wieder in deine Selbstführung kommst.
Wenn du deine Rolle als Assistenz aktiv gestalten willst, dann hör unbedingt rein.
Deine Isabel
NLP Business Coach für Assistenzen
Zweifel sind kein Zeichen von Schwäche, sondern oft der Beginn von Entwicklung.
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