Assistenz zwischen Status, Sichtbarkeit und Strategie: 5 unbequeme Wahrheiten, die du kennen solltest
Ich arbeite seit vielen Jahren mit Assistenzen und begleite sie in ihrer Weiterentwicklung. Dabei begegnen mir immer wieder dieselben Themen, über die kaum jemand offen spricht. Es sind Punkte, die für unseren Berufsalltag entscheidend sind, aber gerne ausgeklammert werden, weil sie unbequem sind. In dieser Podcast-Folge teile ich fünf dieser kontroversen Themen mit dir und zeige dir, wie du selbstbestimmt damit umgehen kannst.
Assistenz zwischen Status, Sichtbarkeit und Strategie: 5 unbequeme Wahrheiten, die du kennen solltest
Ich arbeite seit vielen Jahren mit Assistenzen und begleite sie in ihrer Weiterentwicklung. Dabei begegnen mir immer wieder dieselben Themen, über die kaum jemand offen spricht. Es sind Punkte, die für unseren Berufsalltag entscheidend sind, aber gerne ausgeklammert werden, weil sie unbequem sind. In dieser Podcast-Folge teile ich fünf dieser kontroversen Themen mit dir und zeige dir, wie du selbstbestimmt damit umgehen kannst.
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1. Dienstleisterin oder strategische Partnerin?
Viele Assistenzen wünschen sich, strategischer zu arbeiten. Ich verstehe diesen Wunsch sehr gut, denn ich hatte ihn selbst auch. Gleichzeitig sehe ich, wie gern viele operative Aufgaben übernehmen, wie zum Beispiel die Organisation von Events oder Geschäftsreisen. Solange du im operativen Bereich tätig bist, bist du in erster Linie Dienstleisterin. Und das ist vollkommen in Ordnung. Wichtig ist nur, dass du dir darüber im Klaren bist. Wenn du dich langfristig strategischer aufstellen willst, brauchst du ein klares Verständnis davon, was strategische Arbeit eigentlich bedeutet. Dazu gehört mehr Planung, weniger Umsetzung und eine klare Kommunikation deiner Rolle.
2. Grenzen setzen, auch wenn es schwierig ist
Ich habe lange gebraucht, um zu lernen, in herausfordernden Situationen Nein zu sagen. Gerade in der Assistenz wird oft erwartet, dass wir flexibel und jederzeit verfügbar sind. Viele Bitten kommen charmant verpackt daher. Ich erinnere mich gut an Sätze wie: „Du hast doch diese Zauberkräfte.“ Anfangs fühlte ich mich geschmeichelt. Erst viel später habe ich erkannt, dass hinter solchen Formulierungen auch Manipulation stecken kann. Grenzen zu setzen ist nicht leicht, besonders wenn es Konflikte geben könnte. Aber genau das ist der Schlüssel zu echter Selbstführung. Du musst nicht zu allem Ja sagen, nur um gemocht zu werden.
3. Unsichtbare Arbeit bringt keine sichtbare Wertschätzung
Bezahlung und Anerkennung sind ein grosses Thema in der Assistenz. Es gibt kaum Lohntransparenz und oft fehlen klare Kriterien für Weiterentwicklung. Ich höre von vielen, dass sie nie wissen, wie ihr Gehalt im Vergleich steht oder woran sie eine Lohnerhöhung festmachen könnten. Meine Erfahrung zeigt: Du musst deinen Mehrwert sichtbar machen. Zeige, was du leistest, wie du Prozesse optimierst und wo du Zeit und Ressourcen sparst. Es reicht nicht, einfach lange dabei zu sein. Erfahrung ist wertvoll, aber sie muss durch konkrete Ergebnisse ergänzt werden. Sichtbarkeit ist der erste Schritt zu mehr Wertschätzung.
4. Künstliche Intelligenz als Chance begreifen
Ich bin überzeugt: Die KI ersetzt unsere Rolle nicht. Sie kann uns aber entlasten, vor allem bei repetitiven Aufgaben. Ich nutze sie selbst regelmässig, auch im privaten Bereich. Sie hilft mir bei Recherchen, Packlisten oder bei der Strukturierung von Ideen. Wenn du dich Schritt für Schritt mit KI-Tools vertraut machst, wirst du schnell merken, wie hilfreich sie sein können. Du musst kein Technikprofi sein, um davon zu profitieren. In der EaseAdmin Academy biete ich kurze, praxisnahe Kurse dazu an, damit du direkt starten kannst.
5. Karriere in der Assistenz – eine Frage der Perspektive
Oft werde ich gefragt, ob es überhaupt eine Karriere in der Assistenz gibt. Ich sage ganz klar: Ja. Aber sie sieht anders aus als in anderen Berufen. Es fehlen in vielen Unternehmen klare Karrierepfade, Nachfolgeregelungen oder Lohnentwicklungsmodelle. Das bedeutet aber nicht, dass es keine Entwicklungsmöglichkeiten gibt. Du kannst dich spezialisieren, zum Beispiel im Bereich Marketing, Personal Branding oder Automation. Du kannst Verantwortung übernehmen, fachlich führen oder dein Aufgabenfeld aktiv gestalten. Wichtig ist, dass du dich selbst ernst nimmst und den Mut hast, deinen Weg zu gehen. Auch wenn dein Umfeld vielleicht zögert, weil es bedeutet, dich neu ersetzen zu müssen. Das darf kein Grund sein, dich kleinzuhalten.
Fazit
Ich weiss, dass viele dieser Themen herausfordernd sind. Vielleicht hast du dich in einigen Punkten wiedergefunden. Dann möchte ich dich ermutigen, dranzubleiben. Du musst nicht alles sofort verändern. Aber du kannst beginnen, deine Rolle bewusster zu gestalten, klarer zu kommunizieren und deine Stärken sichtbar zu machen. In der Podcast-Folge #66 teile ich meine Gedanken und Erfahrungen mit dir. Ich freue mich, wenn du reinhörst und für dich Impulse mitnimmst, die dich stärken und weiterbringen.
Deine Isabel
NLP Business Coach für Assistenzen
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